Franziska: "Wenn die Puppe lebendig wird, verwandeln sich die Zuschauer wieder in Kinder. Egal wie alt oder rational sie sind. Eine Puppe, die zum Leben erweckt wird, fühlt sich an wie eine Woche Urlaub und der Zuschauer kann wieder Kind sein und nur gucken und staunen."

Neben dem Schauspiel begleitet Franziska das Puppenspiel seit ihrer Zeit in Berlin. Begonnen hat ihre Begeisterung, als Schauspiel-Dozentin und Puppenspielerin Heike Irmert ihr riet aus einem Monolog eine Duo-Szene mit einer Puppe zu machen. Seitdem spielte Franziska als Co-Spielerin die Figur Basti in der Kika-Serie "Siebenstein" .

© Alexander Kaya
© Alexander Kaya

*"Mascha Riotlawa funkelt einen mit strengen, weit aufgerissenen Augen an, die linke Augenbraue ist arrogant hochgezogen. Immer wieder legt sie die Hand nachdenklich ans Kinn oder fährt mit ihr durchs lange, braune Haar. Eine kluge, aber gefährliche Frau, das sieht man, und noch dazu ist sie Professorin für Gender Studies an der Uni Köln. Doch dann nimmt Franziska Maria Pößl die Hand aus ihrem Kopf – und Mascha Riotlawa ist nur noch eine Puppe. [...] Aber das Spiel mit einer Puppe biete einem ganz andere Möglichkeiten. „Man erreicht die Leute anders, weil man sie über die Fantasie anspricht“, erklärt die 27-Jährige.  [...] Ob sie vom Puppentheater auch als Schauspielerin profitiert hat? „Ich habe dabei gelernt, mehr mit dem Körper zu spielen“, sagt sie und greift zu Demonstrationszwecken zur Winkekatze. Und man ist ganz gerührt, wie traurig so eine Puppe schauen kann, wenn ihr von Franziska Maria Pößl Leben eingehaucht wird."

Augsburger Allgemeine vom 4.11.2018 "Theater Ulm: Sie spielt gerne mit Puppen"

 

Puppenbau & Programme

Maneki Neko

Februar 2015 baute Franziska im Rahmen ihres Schauspiel-Studiums ihre erste Klappmaulpuppe "Maneki Neko". Zusätzlich entwickelte sie ein 10-15 minütiges Programm mit der winkenden Katze, in welchem sich die Akteurin und das gelbe Wollknäuel über Glück und die Liebe unterhalten. Die pummelige Glückskatze verzauberte mit ihrem Charme Studenten und Dozenten.


Mascha Riotlawa


© Alexander Kaya
© Alexander Kaya

Am Theater Ulm baute sie Oktober 2018 ihre zweite Klappmaulpuppe. Mascha Riotlawa, Professorin für Genderstudies an der Universität Köln. Mit ihr entwickelte sie ein 40-minütiges Programm mit Musik zum Thema "Sexismus":

 

*"Lange braune Haare, funkelnde Augen und sehr dominante Gesten: Mascha Riotlawa, Professorin für Gender-Studies an der Uni köln, weiß, wie sie sich Gehör verschafft. Obwohl das Thema Sexismus heißt, haut sie einen Spruch nach dem anderen raus. [...] Wie sie im Wortwechsel mit der garstigen Professorin - auch mit Liedern (am Klavier mit-spielend: Eva Llorente Diaz) - die Sexismus- und #Me-Too-Debatte abhandelte, das war schlau, konsequent und nicht nur lustig. Und am Ende machte Pößl ganz ohne Ironie deutlich, dass es uns einfach um Menschlichkeit gehen sollte."

SWP vom 6.11.2018 "Pößls garstige Puppe"